Auf einmal blutet die Nase – was hilft und wie man vorbeugt

von Thomas Anthes

Beim Naseputzen Rot sehen – das kann schon mal passieren: Nasenbluten entsteht, wenn die feinen Gefäße in der stark durchbluteten Schleimhaut im vorderen Bereich der Nase verletzt sind. Ursache sind meist Reizungen, zum Beispiel durch trockene Luft, Erkältungen oder Allergien. Wir verraten heute, ab wann Nasenbluten ärztlich abgeklärt werden sollte, wie sich gut vorbeugen lässt und auf welchem Wege die Blutungen in den meisten Fällen schnell zum Stillstand kommt.

Meistens harmlos

Heftiges Schnäuzen kann Nasenbluten hervorrufen, aber natürlich auch ein Schlag auf den „Gesichts-Erker“ oder ein Sturz, der das Riechorgan in Mitleidenschaft zieht. „Meist ist der Grund für das Nasenbluten also eher harmlos. In seltenen Fällen kann Nasenbluten ein Anzeichen für eine Krankheit wie etwa eine Blutgerinnungsstörung oder auch Bluthochdruck sein. Wer oft unter starken Blutungen leidet, sollte den HNO-Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Ruhe bewahren

Nasenbluten tritt meist plötzlich auf. Am wichtigsten ist es dann, Ruhe zu bewahren. Am besten aufrecht hinsetzen, durch den Mund atmen und den Kopf nach vorne hängen lassen. Ansonsten läuft das Blut in den Rachen und Magen, was Übelkeit und Erbrechen zur Folge haben kann. Hilfreich ist es, die Nasenflügel fünf bis zehn Minuten lang zusammenzudrücken. Hält der Blutfluss an, das Ganze wiederholen.

Etwas Kaltes als Erste Hilfe

Ein weiterer Tipp: Einen kalten Waschlappen, ein kaltes Handtuch oder eine Kühlkompresse in den Nacken legen. Das führt dazu, dass sich die Blutgefäße in der Nase reflexhaft zusammenziehen. Bleiben diese Maßnahmen ohne Erfolg, sollte der Betroffene zum Arzt. Dieser kann die Blutung durch eine Tamponade stoppen. Ist die Verletzung verheilt, kann der Arzt einige Tage später die Nase durch Veröden dauerhaft von den Blutungen befreien.

Nasenschleimhaut richtig pflegen

Gerade in den Herbst- und Wintermonaten, wenn trockene Heizungsluft oder grippale Infekte die Nasenschleimhäute stark austrocknen, können spezielle Salben oder Sprays aus der Apotheke vorbeugend wirken. Von normalen Feuchtigkeitscremes raten Experten ab, da diese die Flimmerhärchen im Inneren der Nase verkleben und damit den Abtransport von Krankheitserregern verhindern. In der Apotheke beraten die Gesundheits-Experten, welches Produkt am besten hilft.

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