Fit in den Frühling: Was hilft, den inneren Schweinehund zu überlisten

von Thomas Anthes

In der Silvesternacht explodieren Feuerwerke – am Himmel, aber auch im Kopf: Die guten Vorsätze reihen sich blitzschnell aneinander, endlich anfangen, Sport zu treiben, sich ausgewogener ernähren, abnehmen. Allerdings verflüchtigen sich die guten Vorsätze oft genauso schnell wie der Raketenzauber an Neujahr. Im Frühling klopft dann häufig eine neue Motivation an – die Bikinifigur. Wie sich der innere Schweinehund überwinden lässt, damit es fit ins Frühjahr geht? Inspirationen geben die unten stehenden Tipps.  

Eigentlich weiß jeder: Sich zu bewegen, ist wichtig. Warum ist die Lust darauf oft so gering?    

Der Mensch ist von Natur aus eher faul. Prima für den inneren Schweinehund, dass uns der technische Fortschritt auch noch viel abnimmt – das Auto, Roboter-Staubsauger, das ständige Sitzen. Die Bewegung im Alltag wird so immer weiter reduziert. Bewegungsmuffel geben meist mangelnde Zeit als Grund an. Tatsächlich ist es so, dass jeder zusätzliche Termin anstrengt, sodass das Gefühl entsteht: Bei mir geht heute nichts mehr, ich will nur noch auf die Couch.

Was also tun?

Den Kaffee im Büro selbst holen, das Auto gegen das Fahrrad tauschen, die Treppe statt des Fahrstuhls nehmen, im Stehen telefonieren. Also, jede Möglichkeit, die sich zur Aktivität ergibt, nutzen. Diese Kleinigkeiten sorgen schon mal für ein Plus an Beweglichkeit.

Und: Einfach anfangen, nicht lange nachdenken. Ganz, ganz wichtig dabei: Realistische Ziele setzen, sich nicht übernehmen! Wer hochmotiviert, aber untrainiert ist und gleich eine halbe Stunde aus dem Stand läuft, wird schnell aufgeben. Man pustet wie ein Maikäfer, die Beine tun weh, es kostet mehr Kraft als erwartet. Das Ergebnis ist also nicht wie erhofft, der Misserfolg demotiviert.

©miamariam/stock.adobe.com

Wie viel Zeit braucht das Training?

Zweimal pro Woche ca. 30 Minuten zu trainieren, sind anfangs ein gutes Maß. Insgesamt dauert es etwa ein halbes Jahr, bis man richtig im Trainings-Flow ist.

Was bietet sich an?

Grundsätzlich sollte es eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining sein. Funktionelles Training ist beispielsweise gerade total angesagt. Es sind Bewegungen, die vertraut sind, mehrere Gelenke- und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen und für die zunächst das eigene Körpergewicht genutzt wird: Springen, Kniebeugen, Kreuzheben und Unterarmstütz.

Was tun, wenn der Durchhänger kommt?  

Die Eintönigkeit durchbrechen, Neues ausprobieren, sich Gleichgesinnte suchen: Der Spaßfaktor muss da sein. Sich seine Ziele immer wieder vor Augen führen – ich will weniger Rückenschmerzen haben, ich will meiner Gesundheit Gutes tun, ich will abnehmen. Sich darauf zu fokussieren, motiviert, wenn der Durchhänger kommt. Dem Partner fällt übrigens auch eine wichtige Rolle zu. Er sollte unterstützen, loben, das ein oder andere vielleicht selbst mal ausprobieren.

Randnotizen:

  • Vor Trainingsstart Rücksprache mit dem Arzt oder ausgebildetem Personal im Fitness-Studio halten
  • 50 Mal muss eine Bewegung wiederholt werden, bis sie im Alltag integriert ist
  • Kontinuierlich neue Muskel-Reize setzen, um leistungsfähiger zu werden
  • Wer Kilos verlieren möchte, sollte gezielt die Muskeln trainieren: Sie sind Fettverbrenner. Ein ganz entscheidender Faktor ist übrigens die Ernährung beim Abnehmen

 

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