Homöopathie: 27,7 Millionen Arzneimittel verkauft

von Thomas Anthes

Die einen schwören drauf, die anderen halten es für absoluten Humbug: Homöopathie. Trotz der sehr unterschiedlichen Betrachtungsweise kauften im ersten Halbjahr 2018 mehr Menschen homöopathische Arzneimittel in Apotheken. Denn Absatz und Umsatz stiegen in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Daten des Pharma-Marktforschungsunternehmens IQVIA.

27,7 Millionen verkaufte Homöopathika im ersten Halbjahr 2018

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat sich den Überblick über die aktuelle Verkaufssituation von IQVIA geben lassen. Konkret zeigen die Auswertungen ein Umsatzplus von fünf Prozent, von rund 321 Millionen Euro auf 338 Millionen Euro. Statt 27 Millionen Packungen im ersten Halbjahr wurden ein Jahr später 27,7 Millionen verkauft. Damit legte der direkte Absatz mit homöopathischen Arzneimitteln um zwei Prozent zu – nach einem Rückgang im Halbjahres-Vergleich 2016/2017.

Bewertung des DZVhÄ

„Die Zahlen zeigen, dass sich die Menschen in Deutschland der Homöopathie weiter zuwenden“, erklärt Cornelia Bajic, niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin und Vorsitzende des DZVhÄ in einer Mitteilung. Das Bewusstsein in der Bevölkerung habe sich in den vergangenen zehn Jahren in Schlüsselbereichen deutlich verändert: „Die Bürger wollen neben einer Energiewende, einer Mobilitätswende und Agrarwende auch eine Medizinwende in Deutschland. – Und zwar hin zur Intergrativen Medizin“, sagt Bajic. „Die Menschen erwarten eine Medizin nach dem Vorbild der Schweiz. Hier werden sowohl konventionelle als auch ergänzende Therapien wie die Homöopathie zum Wohle der Patienten eingesetzt – und von der obligatorischen Grundversicherung voll bezahlt.“

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