Oh, du zarte Kinderhaut – Sommerpflege

von Thomas Anthes

Kaum etwas ist so zart und empfindlich wie die Haut von Babys und Kindern. Deshalb braucht sie auch eine besondere Aufmerksamkeit in puncto Sonnenschutz. Die wichtigsten Regeln fassen wir zusammen. Denn: Die Notwendigkeit von Lichtschutz und Hautpflege im Sommer sehen Kinder selten ein. Mit der geeigneten Kleidung und etwas Sonnencreme an unbedeckten Stellen ist das wesentliche bereits geschafft, um Kinder vor einem Sonnenbrand zu bewahren. Es sind nämlich unter anderem die Sonnenbrände in der Kindheit, die das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter erhöhen.

Grundsätzliches

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Gerade Säuglinge haben eine sehr dünne und damit sensible Haut. Je älter sie allerdings werden, desto robuster wird die Haut – auch gegen UV-Strahlung. Trotzdem muss sie sich auch dann erst durch kurze Aufenthalte ans lachende Klärchen gewöhnen. Bereits im April können erste Sonnenbrände im Freien auftreten. Deshalb ist es ratsam, von da an mit einem Sonnenschutz zu beginnen – in Form von Kleidung und Sonnencreme. Und unabhängig davon, wie viel Sonne Kinder bereits getankt haben: In der Mittagszeit zwischen 11:00 und 15:00 Uhr ist der einzig wahre Aufenthaltsort im Schatten. Was übrigens absolut tabu ist, sind Solarien für Kinder und Jugendliche.

Sonnengerechte Kleidung

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Was gehört dazu? Dicht gewebte T-Shirts und Hemden, eine Kopfbedeckung wie Tuch, Kappe oder Hut mit Schirm und Nackenschutz sowie Schuhe, die den Fußrücken schützen. Es gibt auch spezielle Sonnenschutzkleidung. Achten Sie dabei aber auf die Kennzeichnung: UV-Protektion-Faktor „UPF 30“ oder Prüfsiegel „UV-Standard 801“ (entsprechen europäischen Normen), bei Sonnenbrillen ist der Standard „UV-400“ (Wellenlängen unter 400 nm werden herausgefiltert).

Sonnenschutzmittel und die „Danach-Pflege“

Cremen Sie unbekleidete Hautpartien von Kindern mit Sonnenschutzmitteln ein. Am sinnvollsten sind Produkte mit LSF 50, die einen UVA- und UVB-Schutz bieten. Ein mineralischer Lichtschutz, der winzige Partikel der Pigmente Titanoxid oder Zinkoxid enthält,ist am effektivsten. Da Sonnenbaden die Haut austrocknet, denken Sie nach dem Duschen an eine gute Hautpflege, am besten ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Öle und andere fetthaltige Hautpflegemittel können die UV-Belastung der Haut übrigens erhöhen.

Wie sieht der optimale Sonnenschutz für welches Alter aus?

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Bis 1 Jahr:

  • keine direkte Sonne, nur Schatten
  • sonnendichte T-Shirts, Hemden, Kopfbedeckung, Hosen, Schuhe
  • keine Sonnenschutzcreme

1 bis 6 Jahre:

  • wenig Sonne, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
  • sonnendichte T-Shirts, Hemden, Kopfbedeckung, Hosen, Schuhe
  • nur kindgerechte Sonnenschutzcreme für Hände und Gesicht

6 bis 12 Jahre:

  • wenig direkte Sonne, keine Mittagssonne
  • sonnendichte T-Shirts, Hemden, Kopfbedeckung, Hosen, Schuhe
  • Sonnencreme ab LSF 20 an nicht bedeckten Körperstellen

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