Sportliche Aktivität hilft nach Krebstherapie

von Thomas Anthes

Wer nach einer Krebstherapie Sport treibt und körperlich fit bleibt, reduziert sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Forscher der Universität Siena in der Toskana kamen zu dem Ergebnis, dass eine Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport sowie Atemtraining positive Effekte für Menschen nach einer Krebstherapie hat.

Lebenswichtiges Training

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Studienleiter und Kardiologe Flavio D’Ascenzi sagte, Sport sei für Männer und Frauen mit Krebsdiagnose lebenswichtig, ganz gleich, wie die Behandlung aussehe: „Krebspatienten sind körperlich oft weniger aktiv als gesunde Menschen. Ausdauertraining ist wichtig für die verbesserte Leistung des Herz-Kreislauf-Systems und es verhindert Entzündungen.“ Patienten, die in einem schlechten körperlichen Zustand seien, empfehle er Kraftübungen. Auch andere Formen wie etwa ein Training der Atmung seien effektiv und sicher – vor allem für Patienten mit Brustkrebs. Welche sportlichen Aktivitäten im Einzelfall geeignet seien, sollten Betroffene mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Gesund ernähren und rauchfrei

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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nicht selten Begleiterscheinungen einer Krebstherapie: Ursächlich sind Chemotherapeutika, die zur Bekämpfung der Krebszellen eingesetzt werden. Besonders groß ist das Risiko für Patienten mit Bluthochdruck. Flavio D’Ascenzi erklärt, dass Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig dieselben Ursachen hätten: Krebspatienten sollten sich deshalb gesund ernähren und aufs Rauchen verzichten.

Nicht auf Therapiebeginn warten

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Der Kardiologe empfiehlt, nach einer Krebsdiagnose sofort mit körperlichen Übungen zu beginnen und nicht erst bis zum Beginn der Therapie warten: Neue sportliche Aktivitäten sollten mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Betroffene mit einem niedrigen Hämoglobin-Spiegel beispielsweise sollten intensiven Sport meiden: Hämoglobin ist für den Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid in unserem Körper verantwortlich. Patienten, die unter Blutgerinnungsproblemen leiden, sollten auf Kontaktsport verzichten, bei dem ein Verletzungsrisiko besteht. Körperliche Aktivitäten könnten bei Krebspatienten ganz nebenbei häufig auftretende Nebenerscheinungen wie Übelkeit und Müdigkeit mindern. Außerdem sorgten sie dafür, dass ,,unerwünschte Veränderungen bei Gewicht“ verhindert würden, so der Mediziner.

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